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9th Circular Cities & Regions Roundtable: Repair as the key to the circular economy

On 6. Mai 2026 fand der 9. Circular Cities & Regions Roundtable des Circular Economy Forum Austria im Ressourcenpark Graz statt. Im Mittelpunkt stand das Thema Reparatur und Re-Use als zentrale Hebel einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft.

Mehr als 20 Teilnehmer:innen aus ganz Österreich – aus Gemeinden, Unternehmen, Initiativen und Organisationen – kamen zusammen, um aktuelle Entwicklungen, Praxisbeispiele und konkrete Herausforderungen zu diskutieren.

Rechtliche Entwicklungen und betriebliche Reparaturangebote in Österreich

Zum Auftakt gab Elena Stelzig vom Circular Economy Forum Austria eine thematische Einordnung und betonte die wichtige Rolle von Reparatur für Ressourcenschonung, regionale Wertschöpfung und Beschäftigung.

Im Anschluss gab Mario Fasching von Eseco einen Überblick über aktuelle rechtliche Entwicklungen und betriebliche Reparaturangebote in Österreich. Er zeigte auf, wie regulatorische Rahmenbedingungen zunehmend Reparatur und Wiederverwendung stärken und welche Chancen sich daraus für Unternehmen ergeben.

GRAZrepariert: Erfolgreiche Reparaturinitiative aus der Praxis

Nikolina Ivankovic stellte die Initiative GRAZrepariert vor. Die Plattform vernetzt Reparaturbetriebe in Graz und macht deren Angebote sichtbar. Das Beispiel zeigte eindrucksvoll, wie regionale Kooperationen dazu beitragen können, Reparatur für Bürger:innen einfacher zugänglich zu machen und gleichzeitig lokale Betriebe zu stärken.

World Café: Zentrale Herausforderungen und Lösungsansätze

Im interaktiven World Café diskutierten die Teilnehmenden drei zentrale Themenfelder.

1. Qualitätssicherung von Reparaturbetrieben und -initiativen

Ein zentrales Diskussionsthema war die Frage, wie Qualität sichtbar gemacht werden kann. Im Online-Bereich dominieren häufig Plattformen mit vielen Einträgen, unabhängig von deren tatsächlicher Qualität. Österreichische Plattformen setzen bereits auf umfassende Qualitätskontrollen, allerdings mit sehr unterschiedlichen Standards.

Diskutiert wurde insbesondere die Frage, wie eine sinnvolle Balance zwischen hoher Qualität und niederschwelliger Teilnahme erreicht werden kann.

2. Attraktivität und Bekanntheit von Reparaturbetrieben steigern

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Sichtbarkeit von Reparaturangeboten. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass Kommunikation und Bewusstseinsbildung entscheidend sind, um Reparatur stärker in der Gesellschaft zu verankern.

Genannte Maßnahmen waren unter anderem:

  • Professionelle Online-Auftritte
  • Hotlines für Menschen mit geringer digitaler Affinität
  • Zusammenarbeit mit Gemeinden und Verwaltungsstellen
  • Sammelstellen für defekte Produkte
  • Tage der offenen Tür
  • Repair Days an Schulen
  • Kommunikation bestehender Förderangebote über Gemeinden
  • Initiativen wie „Haus der Zukunft“

3. Hürden bei Ressourcen und Re-Use

Im dritten Thementisch wurde diskutiert, dass Reparatur und Re-Use insgesamt noch deutlich mehr Aufmerksamkeit benötigen. Trotz ihres großen Potenzials bestehen weiterhin strukturelle und kommunikative Hürden, die den breiteren Einsatz erschweren.

Fazit

Der Roundtable hat gezeigt, dass Reparatur weit mehr ist als eine technische Dienstleistung. Sie stärkt regionale Betriebe, spart wertvolle Ressourcen und schafft konkrete Lösungen für eine zirkuläre Wirtschaft.

Gleichzeitig wurde deutlich, dass es noch mehr gemeinsame Anstrengungen braucht – insbesondere bei Qualitätssicherung, Sichtbarkeit und gesellschaftlicher Bewusstseinsbildung.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Vortragenden und Teilnehmenden für die spannenden Impulse und den offenen Austausch im Ressourcenpark Graz.

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